HONDA SHADOW

VT 125 C JC 29

Die Schadow meiner Frau soll nun hier ihren Platz bekommen. Wie es immer so kommt, in Motorrad fahrenden Familien, stellt sich irgendwann der Wunsch, der oder des Sozius ein, selber fahren zu wollen. Da meine Frau aber keinen Führerschein der Klasse 1 besitzt, ihn aber auch nicht machen möchte, kam nur eine 125er in Betracht. Ihren Führerschein Klasse 3 machte sie vor 1980 und kann deshalb, diese Teile auch ohne Begrenzung fahren. Wir haben zuerst eine 125er Virago ausprobiert, die allerdings überhaupt nicht aus dem Quark kam. In Bad Münstereifel fanden wir eine VT 125 Shadow, Baujahr 1999. Unser Ältester (seit dem 15 März.08 selber stolzer Besitzer einer VT 750 ACE RC44 ) und ich fuhren dorthin und waren schon ein wenig überrascht, wie bullig die kleine aussah. Nach der Probefahrt, die ich dort auf den sehr bergigen Straßen machte, war ich auch von dieser Shadow begeistert. Trotz meines Gewichtes schaltete ich im Berg und sie beschleunigte einwandfrei. Ergo, kaufen und ab damit nach Hause. Mit zeitweise mehr als 120 Km/h ging es über die Autobahn nach Hause, wo meine Frau sie begeistert in Empfang nahm.

Das war der erste Blick auf’s Moped. Sah für eine 125er schon sehr gut und bullig aus. Es war sogar ein Tankleder montiert, das den Tank schön vor Kratzern schützen sollte.

Als wir das Tankleder abgebaut haben um den Tank sauber zu machen und zu polieren, sah es darunter leider so aus. Das Leder deckte diese Stelle so perfekt ab, das wirklich nichts zu sehen war, noch nicht einmal, wenn das Leder etwas verrutschte. Reparieren oder erneuern, das war nun die Frage. Da die Saison aber fast zu Ende war, konnten wir das Problem langsam angehen.

Bei einem großen Inet Auktionshaus fand ich nach einigem suchen und ungeduldigem warten meiner Frau, endlich einen Tank. Er war so gut wie neuwertig und sogar in der gleichen Farbe, wie die Hummel ( so hat meine Frau ihr Motorrad getauft ). Für einen relativ kleinen Preis für einen Tank habe ich ihn ersteigert und er wurde, nachdem er hier war, umgehend angebaut. Die Hummel sah von dieser Seite fast wieder wie neu aus.

Einige kleinere Schönheitsreparaturen stehen noch aus, aber sie trüben kein bisschen das Fahrvergnügen meiner Frau, wenn sie mit IHREM Mororrad die Gegend unsicher macht. Es ist echt eine Freude anzusehen, wenn sie mit ihrer Hummel um die Ecken braust. Es fehlt zwar noch an Erfahrung, aber die wächst mit jedem gefahrenen Kilometer.

Wie man sieht, hat sich auch an dem Motorrad meiner Frau etwas getan. Nachdem das Windshield seinen Geist aufgab, wollte sie keine Scheibe mehr, aber einen anderen Lenker. Ausgesucht hat sie sich einen 930er Butterfly von LSL. Die Kabel und Züge konnten in der Originallänge bleiben und der Umbau ging recht zügig. Der Doppelscheinwerfer hatte in einem Teil einen Riss und wurde auch ersetzt. Nun spendet ein 180mm Klarglasscheinwerfer mit einer Osram Night Breaker +90 das Licht für die Nachtfahrten. Wie man auf den Bildern sehen kann sieht alles ziemlich wuchtig aus, passt aber insgesamt gut zur Optik.

Die nächste Baustelle wartet schon. Die Blinker werden rundherum noch einmal ausgetauscht. Da aber noch unklar ist, was dran soll, warten wir erst noch etwas ab.

So sieht sie zur Zeit aus. Die verbaute Reling ist von einer VT 750 und wurde mit etwas Arbeit passend gemacht. Der Gesamtzustand des Mopeds gefällt mir mittlerweile ausnehmend gut und ist der ganze Stolz meiner Frau.